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Minister Eckhard Uhlenberg lässt antworten:


Schweinemast Krämer „entspricht den tierschutzrechtlichen und tierseuchenrechtlichen Vorschriften in Deutschland“


Siegen/Düsseldorf, 23.03.06: NRW- Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg teilte dem Verein „die Tierfreunde e.V.“ durch Herrn Dr. Bottermann mit Schreiben vom 20.03.2006 mit, dass die Schweinehaltung im Schweinemastbetrieb Krämer in Siegen „den tierschutzrechtlichen und tierseuchenrechtlichen Vorschriften in Deutschland“ entspricht. Die von uns vorgelegten gerichtsfesten Beweise grausamster Tierquälerei in Form von Fotos und Filmen bezeichnet das Ministerium ungeniert als „Vorwürfe“, welche „durch Kontrollen des Veterinäramtes widerlegt“ seinen. Unsere Bemühungen um ein rechtliches Vorgehen gegen die katastrophalen Zustände in der Schweinemast nennt man Stimmungsmache gegen den Schweinemäster, deren Scheitern aus „fehlenden rechtlichen Gründen“ von Ministerseite aus als korrekt angesehen wird.


Das Landwirtschaftsministerium fügt sich ein in die Reihe derer, die zu dem unfassbaren Schluss kommen: „Zu keinem Zeitpunkt waren die Mängel so schwerwiegend, dass ein Ordnungswidrigkeitsverfahren oder gar ein Strafverfahren eingeleitet werden musste“. Dass bei amtlichen Kontrollen immer wieder „Mängel“ im Schweinemastbetrieb Krämer gefunden werden, und dies nun schon seit fast zwei Jahren, zeugt von der Unbelehrbarkeit des Mästers und Unfähigkeit der Behörden.


Herr Bottermann bat in seinem Schreiben um Veröffentlichung desselben: dieser Bitte kommen wir hiermit gerne nach (das Schreiben ist unter [1] online). Schauen Sie sich dazu Film und Bilder aus der Anlage an und machen Sie sich selbst ein Bild. Die Frage „Ist das normal?“ der Online-Petition an Minister Uhlenberg, an der über 4300 Tierfreunde teilgenommen haben, ist nun hinreichend beantwortet. Dass Tiere so leiden müssen wie diese Schweine, ist normal - in einem Land mit einem der besten Tierschutzgesetze und dem Tierschutz als festgeschriebenem Verfassungsziel.


Danke an alle Teilnehmer der Online-Petition. Öffentlicher Druck ist die einzige Möglichkeit überhaupt etwas zu erreichen. Die Rechtsmittel werden ausgeschöpft; aktuell ist eine Anzeige gegen die Siegener Staatsanwälte Weiß und Ebsen bei der Generalstaatsanwaltschaft in Hamm anhängig. Und auch wenn es den Betroffen nicht passt: Wir werden weiterhin über die Zustände aufklären, die Öffentlichkeit mobilisieren und bekannt machen, was es bedeutet Tiere „den tierschutzrechtlichen Vorschriften in Deutschland“ entsprechend zu halten.


Weitere Informationen, Bilder und Filme aus der Mast sowie den Wortlaut des Schreibens aus dem Ministerium finden Sie hier: [2]


Die Tierfreunde e.V.

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